Werk des Monats April Paul Wieghardt
Blick vom Tinsberg
Dresden, 1928
Öl auf Leinwand, 80 cm x 61 cm
Das Gemälde zeigt eine Lüdenscheider Stadtansicht. Im Vordergrund dominieren fünf Schornsteine das Bild, im Hintergrund erkennt man die typische Silhouette der Christuskirche. „Blick vom Tinsberg“ lautet der Titel des Werkes, das Paul Wieghardt - nach Angabe auf der Rückseite – im Jahr 1928 in Dresden vollendete.
Die Farbe ist mit dicken Pinselstrichen aufgetragen, eher dunkle Töne wurden verwendet. Das Bild zählt zur ersten Werkphase Wieghardts, der Dresdner Zeit von 1925 bis zu seiner Abreise nach Paris im Jahr 1931. Viele der in Dresden entstandenen Werke weisen einen pastosen Farbauftrag und schwungvolle Pinselstriche auf. Aus der Dresdner Zeit stammen zahlreiche Aktgemälde, Ateliersituationen oder Arbeiterdarstellungen.
Das Werk „Blick vom Tinsberg“ ist Wieghardts Heimatstadt Lüdenscheid gewidmet. Am 26. August 1897 wurde er hier als jüngster Sohn des aus Minden stammenden Anstreichermeisters Johann Carl August Wieghardt und Auguste Wieghardt, geb. Bergfeld, geboren. In Dresden war er Meisterschüler an der Akademie der bildenden Künste, bis 1931 nach Paris abreiste um dort zu arbeiten.
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